Verweildauermanagement im Kreiskrankenhaus Demmin

9. Juni 2026

Im Kreiskrankenhaus Demmin zeigte sich zu Beginn der Tätigkeit von unserem Senior Consultant und Interim Manager Pflege Alexander Kutz, dass eine systematische und nachhaltige Verweildauersteuerung bislang nicht ausreichend verankert war. Unklare Zuständigkeiten, fehlende Abstimmung und verzögerte Entscheidungen erschwerten die konsequente Nutzung bestehender Steuerungspotenziale. Die Folge waren unnötig lange Aufenthalte für Patientinnen und Patienten sowie zusätzlicher Abstimmungsaufwand in den Teams.

Zielsetzung: Verweildauer von -15 % zum InEK-Richtwert

Gemeinsam mit dem Medizincontrolling wurde aus diesem Grund mit Beginn des dritten Quartals 2025 ein klares Ziel definiert: eine Verweildauer von -15 % zum InEK-Richtwert.

Zur Erreichung dieses Ziels wurden mehrere Maßnahmen entwickelt und umgesetzt:

  • Wöchentliche interdisziplinäre Fallbesprechungen zur frühzeitigen Identifikation von Steuerungspotenzialen
  • Regelmäßige Fortbildungen zu Erlössicherung und Verweildauermanagement für ärztliches und pflegerisches Personal
  • Enge Verzahnung von medizinischer Dokumentation, Behandlungssteuerung und ökonomischem Verständnis

Umsetzung: Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Entscheidend bei der Umsetzung dieser Maßnahmen war, dass die Teams die Veränderungen aktiv getragen und nicht nur begleitet haben. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte die Verweildauer im Verhältnis zum InEK-Richtwert im Jahresverlauf 2025 kontinuierlich verbessert werden:

Verweildauergrafik im Jahresverlauf 2025 im Kreiskrankenhaus Demmin

Innerhalb von drei Quartalen verbesserte sich die Verweildauer um nahezu zehn Prozentpunkte und näherte sich dem definierten Zielwert von −15 % zum InEK-Richtwert an.

Ergebnis: Höhere Effizienz und Versorgungsqualität

Die Entwicklung zeigt, dass Verweildauermanagement weit über die reine Steuerung von Kennzahlen hinausgeht. Hinter den Ergebnissen stehen optimierte Behandlungsverläufe, eine höhere Versorgungsqualität und eine spürbare Entlastung der beteiligten Teams.

Das Beispiel verdeutlicht, wie strukturierte Krankenhaussteuerung und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit nachhaltige Verbesserungen ermöglichen können.

Fazit

Nachhaltiges Verweildauermanagement im Krankenhaus erfordert klare Verantwortlichkeiten, interdisziplinäre Zusammenarbeit und kontinuierliche Qualifizierung.

Im Kreiskrankenhaus Demmin hat das Team genau das umgesetzt und aus Strategie messbaren Erfolg gemacht. Unser Dank gilt allen Beteiligten vor Ort für ihr Engagement und die konsequente Umsetzung sowie unserem Kollegen Alexander Kutz, der die Maßnahmen maßgeblich begleitet und vorangetrieben hat.

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